Von der Kaffeekirsche zur Kaffeetasse | Entdecken Sie den Prozess mit Henk Pur

Für viele von uns beginnt der Tag erst nach dem ersten Schluck Kaffee richtig. Wir riechen das Aroma, spüren die Wärme und genießen den Moment des Aufwachens. Aber haben Sie sich jemals gefragt, was alles vor dieser Tasse Kaffee passiert? Dieser köstliche Espresso oder Cappuccino ist das Ergebnis eines monatelangen, präzisen Prozesses, in dem Natur und Handwerkskunst zusammenkommen.

Nehmen Sie eine Tasse Kaffee und reisen Sie mit uns durch die sieben Schritte von der Bohne bis zur Tasse!

1. Pflanzen und Kultivieren: Wo wachsen die Kaffeepflanzen?

Alles beginnt im fruchtbaren Boden des sogenannten "Kaffeegürtels". Lesen Sie hier unseren Blog über den Kaffeegürtel. Rund um den Äquator (wie Kolumbien, Äthiopien und Brasilien). Hier wachsen die Kaffeepflanzen. Es dauert etwa 3 bis 4 Jahre, bis ein junger Strauch seine erste Ernte an Kaffeekirschen produziert. Dies sind die Länder, in denen das Klima optimal für die Kaffeepflanzen ist.

Wussten Sie schon? Kaffeekirschen wachsen in Büscheln und färben sich leuchtend rot oder gelb, wenn sie reif sind.

2. Die Ernte: Das Pflücken erfolgt maschinell und von Hand.

Die Ernte der Kirschen ist Präzisionsarbeit und findet meist einmal im Jahr statt. Es hängt davon ab, in welcher Region und in welchem Monat des Jahres es geschieht. Es gibt zwei Methoden des Pflückens:

Stripping: Alle Kirschen, reif und unreif, werden auf einmal vom Zweig gepflückt. Oft für die Massenproduktion verwendet.

Handpflücken: Nur die perfekt reifen Kirschen werden von Hand ausgewählt. Dies liefert die höchste Qualität, oft für Spezialitätenkaffee verwendet, dessen Herkunft aus einem bestimmten Gebiet stammt, auch Single Origin genannt.

3. Verarbeitung der roten Kirsche.

Die rote Kirsche muss verarbeitet werden, um an den Kern der Kaffeebohne zu gelangen. Dies kann auf zwei Hauptweisen geschehen:

Die trockene Methode: Die Kirschen werden in der Sonne getrocknet und danach maschinell geschält. Dies verleiht dem Kaffee oft einen süßen, vollen und fruchtigen Charakter.

Die nasse Methode: Das Fruchtfleisch wird direkt nach der Ernte abgewaschen und die Bohnen werden fermentiert und getrocknet. Dies sorgt für einen sauberen, frischen und klaren Geschmack.

4. Trocknen und Sortieren.

Nach der Verarbeitung haben die Bohnen immer noch eine dünne Feuchtigkeitsschicht. Sie werden getrocknet, bis der Feuchtigkeitsgehalt bei etwa 11% liegt. Anschließend werden die Bohnen nach Größe, Gewicht und Qualität sortiert. Unvollkommenheiten werden sorgfältig entfernt. Nun werden sie grüne Kaffeebohnen genannt.

5. Rösten, wo die Magie entsteht.

Grüne Bohnen riechen kaum nach Kaffee und haben keinen komplexen Geschmack. Das Rösten ist, wo das wahre Handwerk beginnt.

Während des Röstprozesses in der Rösttrommel (bei Temperaturen um 170°C - 230°C) durchlaufen die Bohnen Hunderte von chemischen Reaktionen.

Die Zucker karamellisieren, die Säuren zerfallen und der charakteristische Geruch und Geschmack entstehen.

Hell, mittel oder dunkel? Je länger die Röstung oder je höher die Temperatur, desto bitterer und kräftiger der Geschmack; hellere Röstungen bewahren dagegen mehr fruchtige und florale Noten.

6. Mahlen der gerösteten Kaffeebohnen kann in verschiedenen Einstellungen erfolgen.

Sobald die Bohnen abgekühlt sind, sind sie bereit zum Mahlen. Der Mahlgrad ist entscheidend für den Geschmack in Ihrer Tasse:

Grob für eine French Press oder Pour-over.

Fein für einen Espresso.